In Archiven, Bibliotheken und Dokumentationseinrichtungen sind in Deutschland über 26.000 Kollegen/innen Kollegen beschäftigt. Laut DGB-Index "Gute Arbeit in Bibliotheken" identifizieren sich diese Beschäftigten in einem überdurchschnittlichen Maß mit ihrer Arbeit. Doch 73 % von ihnen fühlen sich "ausgebrannt und leer", "können sich auch in der arbeitsfreien Zeit nicht richtig erholen"; 76 % der Befragten erleben ihre Arbeitssituation immer häufiger als frustrierend. Eine sich stetig verdichtende Arbeitsintensität, emotionale und körperliche Anforderungen, aber vor allem unzureichende Aufstiegschancen werden von vielen Beschäftigten als belastend wahrgenommen.

Trotz stetig wachsender Besucherzahlen - inzwischen 210 Millionen pro Jahr - ist an der personellen und finanziellen Ausstattung der Bibliotheken in Deutschland während der letzten Jahre kräftig gespart worden; zu Lasten der Beschäftigten, aber auch der Bevölkerung.

Flugblatt "Bibliotheken fördern die Integration"

So lautet der Titel eines Arbeitspapiers, das von der Projektgruppe Flüchtlinge im Auftrag des Bundesfachbereichsvorstandes Bildung, Wissenschaft und Forschung erstellt wurde. Die Bundesarbeitsgruppe „Archive, Bibliotheken und Dokumentationseinrichtungen“ hat darin die folgende Stellungnahme erarbeitet.

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