Grundsätzliches

Zunahme der ver.di-Beitritte von Studierenden

Zunahme der ver.di-Beitritte von Studierenden

Eine überaus erfreuliche Entwicklung: ver.di erlebt eine Beitrittswelle bei Studierenden. In den letzten beiden Jahren legten die Mitgliederzahlen bei Studierenden deutlich zu; vor allem die Ansprache im Kontext der Straßenwerbung (in Innenstädten, vor Hochschulen) erwies sich in diesem Bereich als erstaunlich erfolgreich. Was erwarten die neuen Mitglieder von uns – und was sind ihre Motive, sich einer Gewerkschaft anzuschließen?

Um mehr über studentische ver.dianer*innen herauszufinden, gab ver.di im Sommer 2016 eine Studie in Auftrag. Nicht nur Angaben aus der Mitgliederdatei wurden dafür ausgewertet, sondern auch eine Umfrage durchgeführt. Mehr als 2000 Angeschriebene beantworteten unseren Fragenkatalog und sorgten damit für eine ungewöhnlich hohe Rücklaufquote von über 20 Prozent. So sind Studierende in ver.di nun nicht mehr die weitgehend unbekannten Wesen.

57 Prozent unterschrieben ihren Mitgliedsantrag innerhalb der vergangenen drei Jahre. Zwei Drittel arbeiten neben dem Studium - doch nur 15 Prozent traten ver.di bei, weil Kolleg*innen, Betriebs- oder Personalräte sie davon überzeugten. Bei Frauen sind es vor allem befreundete ver.dianer*innen, die den Impuls zur Mitgliedschaft geben, bei Männern spielt die Eigenrecherche eine größere Rolle. Sozialpolitische Anliegen oder Themen wie die Verhinderung der TTIP- und Ceta-Abkommen stehen für diese Gruppe im Zentrum – und vor allem hierfür versuchen sie auch weitere ver.dianer*innen zu gewinnen. Darüber hinaus zeigen sie eine überdurchschnittlich hohe Bereitschaft, sich aktiv für die Durchsetzung der Interessen anderer Gewerkschaftsmitglieder einzusetzen. Die Vertretung der unmittelbar eigenen Interessen oder Arbeitsschutzanliegen spielen beim Beitritt dagegen eine weitaus geringere Rolle. Damit sind Studierende eine „spezielle Gruppe“ in ver.di, merken die Forscher an.

59 Prozent der Studierenden in ver.di  sind angehende Sozial-, ein Viertel Geisteswissenschaftler*innen. Informiert und kontaktiert werden möchten die meisten online über E-Mail oder Newsletter. Haben sie selbst ein konkretes Anliegen, greifen sie aber lieber zum Telefonhörer – und machen dabei durchschnittlich gute oder sehr gute Erfahrungen. Am zufriedensten waren allerdings diejenigen, die persönlich in eine Geschäftsstelle gegangen waren. Rund 40 Prozent der Studierenden hat sich schon einmal mit einem konkreten Anliegen an ver.di gewandt.

Viele der Studierenden werden später in Arbeitsfeldern arbeiten, die von ver.di betreut werden. Daher ist es wichtig, dass studierende Mitglieder mehr über ver.di und ihre Leistungen erfahren. Ver.di ist interessant für Studierende, aber gerade auch beim Wechsel in das Berufsleben. Ein erster Schritt hierfür ist der „Newsletter für Studierende“.

Wer mehr zur Befragung erfahren möchte, schreibt an studierende@verdi.de.