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Positionspapier zum Dualen Studium

Positionspapier zum Dualen Studium

In der Bundesrepublik sind seit längerem veränderte Anforderungen an die Qualifikation der Beschäftigten und eine zunehmende Akademisierung des Beschäftigungssystems zu verzeichnen. Diese Entwicklung gründet auch in einem Strukturwandel der Wirtschaft, der u. a. von einem Anstieg des Dienstleistungssektors gekennzeichnet ist. Für berufliche Tätigkeiten, die ein hohes Maß an Wissens- und  Informationsverarbeitung sowie an Kommunikation aufweisen, werden systematisches Wissen sowie analytische, kommunikative und Problemlösefähigkeiten zunehmend relevanter. Diese Veränderungen erfordern Weiterentwicklungen der bestehenden Qualifizierungswege.

Das duale Studium ist in diesem Zusammenhang eine mögliche Weiterentwicklung. Es handelt sich um ein Studienformat, das ein wissenschaftsbezogenes und ein berufspraktisches Bildungsangebot vereint. Dabei wird die Besonderheit der dualen Berufsausbildung, zwei Lernorte in Theorie und Praxis zu verzahnen, in das akademische System übernommen. Aufgrund der Schnittstellenfunktion im Bildungssystem und der besonderen Kooperationsform von Hochschulen und Unternehmen kommt dualen Studiengängen angesichts der steigenden Zahl von Studienberechtigten und einem allgemeinen Trend zur Höherqualifizierung nicht nur eine besondere bildungspolitische, sondern auch eine gesamtgesellschaftliche Bedeutung zu.

Der Bundesfachbereichsvorstand Bildung, Wissenschaft und Forschung in ver.di gibt zum Thema „Duales Studium“ folgende Stellungnahme ab, die dem Positionspapier entnommen werden kann.