Nachrichten

Prekäre Arbeit an der Universität

Interview von Britta Hamann bei Radio Corax Halle (Saale)

Prekäre Arbeit an der Universität

Der im Frühjahr letzten Jahres erschienene Bundesbericht zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses belegt einen deutlichen Trend in der wissenschaftlichen Arbeitswelt: mehr Befristung, mehr Teilzeit, mehr Drittmittelbeschäftigung. Mittlerweile sind 90 Prozent des angestellten Personals befristet beschäftigt, knapp die Hälfte in Teilzeit, ebenfalls knapp die Hälfte über Drittmittel.

Ein weiterer Grund kann im Sonderbefristungsrecht (Wissenschaftszeitvertragsgesetz) und seiner individuellen Auslegungen an den jeweiligen Hochschulen gesehen werden. Dieses Sonderbefristungsrecht hat in den letzten 6 Jahren zu einem Anstieg prekärer Beschäftigung in der Wissenschaft gesorgt.

Einige Studien seit Einführung des WissZeitVG belegen, dass viele jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind zwar mit den Inhalten ihrer Tätigkeit zufrieden, jedoch in keiner Weise mit den Rahmenbedingungen ihrer Beschäftigung.

Über die prekären Arbeitsbedingungen in der Wissenschaft wurde an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg im Rahmen einer Ringvorlesung informiert und diskutiert. Britta Hamann hat dazu für fairspektive einen Vortrag gehalten und wurde vorher interviewt. Das Interview und der Text ist bei Radio Corax Halle zu finden, es steht außerdem zum Download bereit.