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Staatliche Finanzierung der Studierendenwerke

Staatliche Finanzierung der Studierendenwerke

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert eine ausreichende Finanzierung und Planungssicherheit, damit die Studierendenwerke ihren gesetzlichen Auftrag zur sozialen, wirtschaftlichen, gesundheitlichen und kulturellen Betreuung der Studierenden erfüllen können. Als schlechtes Beispiel nennt ver.di die Situation in Sachsen-Anhalt. Dort sollen die Studierendenwerke im Jahr 2014 nur noch die Hälfte der Zuschüsse erhalten, ab 2015 sollen sie ohne staatliche Zuschüsse auskommen. Auch in Sachsen gab es drastische Kürzungen von 2010 auf 2012 um rund 29 Prozent. In Hessen drohen ebenfalls Kürzungen - und das alles bei steigenden Studierendenzahlen.

"Wenn es um den staatlichen Anteil an der Finanzierung der Studierendenwerke geht, sollten sich die einzelnen Bundesländer an Nordrhein-Westfalen ein Beispiel nehmen, das im Jahr 2012 den Landeszuschuss um 3,7 Prozent erhöht hat", sagte Petra Gerstenkorn, ver.di-Bundesvorstandsmitglied für Bildung, Wissenschaft und Forschung. "Einnahmen aus Semesterbeiträgen, der Vermietung von Wohnheimen und der Verpflegung können und sollten nicht die teilweise reduzierten Landeszuschüsse kompensieren." Statt einer Fortsetzung der Kürzungspolitik seien eine bessere Ausstattung und Finanzierung der Aufgaben im Bereich Studierendenwohnheime und Verpflegung von Nöten.

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