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DAA lehnt Kompromissvorschlag ab und will weiterhin Entgelte …

Juni 2020 | Tarifinfo Nr. 5 - DAA lehnt Kompromissvorschlag ab und will weiterhin Entgelte nur um 1 Prozent erhöhen.

Am Verhandlungstisch ist kein akzeptables Ergebnis zu erzielen.

Die Arbeitgeberseite hält vor dem Hintergrund der Auswirkungen der Corona-Krise eine 1 prozentige Entgelterhöhung für angemessen. Sie lehnt den von ver.di vorgeschlagenen Kompromiss ab, für die aktuelle Tarifrunde auf das Angebot zurückzugreifen, das die DAA GmbH in der ersten Verhandlungsrunde für das Jahr 2020 gemacht hatte.

Das ursprüngliche Angebot der DAA für 2020 sah vor:

  • ab den 1. April 2020 eine Anhebung der Entgelte um 2,8 Prozent
  • eine 250 Euro Sonderzahlung als Anerkennung
  • für das Ergebnis im Jahr 2019 (bei Vollzeit)
  • 250 Euro Einmalzahlung für die Monate Januar bis März 2020 (bei Vollzeit)

Die ver.di-Tarifkommission hatte bereits beschlossen, eine Erhöhung der Entgelt um nur 1 Prozent, nicht zu akzeptieren. Trotz Corona-Krise müsse mehr drin sein, um die engagierte Leistung der Beschäftigten zu honorieren. Ein Großteil der Gewerkschaftsmitglieder hat die Erwartung an eine deutlich höhere Entgeltsteigerung. Nun ist klar, am Verhandlungstisch ist dies nicht zu erreichen.

Vorerst ruhen die Verhandlungen, bis entweder die Arbeitgeberseite ein neues Angebot macht oder die Beschäftigten aktiv werden und ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen.

Tarifiert werden ausschließlich die bereits geeinten Ergebnisse bezüglich der Vergütung für Auszubildende und der Beschäftigten in der Reinigung sowie die Höhe der ver.di-Vorteilsregelung:

  • Steigerung der Vergütung der Auszubildenden ab Januar 2020 im 1. Ausbildungsjahr auf 898 Euro, im 2. Ausbildungsjahr auf 984 Euro und im 3. Ausbildungsjahr auf 1.079 Euro.
  • Beschäftigte in der Reinigung erhalten ab Januar 2020 den Mindestlohn im Reinigungsgewerbe, dieser beträgt bei einer Vollzeitstelle 1.831,38 Euro.
  • Die ver.di-Vorteilsregelung steigt ab dem 01. April 2020 auf monatlich 48 Euro.