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Wählen gehen: Für gute Bedingungen in der Wissenschaft

Wählen gehen: Für gute Bedingungen in der Wissenschaft

In der Wirtschaft herrscht Wettbewerb, und auch bei den Staaten haben wir weitgehend ein Konkurrenzsystem. Das gibt es auch in manchen Sektoren von Wissenschaft und Forschung, doch zugleich nimmt auch die organisatorische und fachliche Kooperation der Trägerorganisationen zu. Das EU Programm Horizon 2020 beispielsweise ist auf internationale Zusammenarbeit ausgerichtet. Es bilden sich längst so etwas wie gemeinsame Belegschaften über die Grenzen der Institutionen und Nationalstaaten hinweg sogar über die der EU hinaus. Das ist europäische Kooperation und Koordination  - unter Wahrung der Tarifautonomie.

Was haben die Gewerkschaften für diese Belegschaften neuen Typs zu bieten? Welche Regelungen sind sinnvoll und welche wirkungsvoll? Was brauchen die betrieblichen Gliederungen der Gewerkschaft und die Interessenvertretungen für Kenntnisse und Fähigkeiten?

Der wissenschaftliche Nachwuchs wird vielfach noch mit Stipendien versehen und so aus dem Sozialversicherungssystem herausgehalten. Das ist ein Feld, das auf europäischer Ebene beackert werden muss.

Welche Verbindungen existieren zu europäischen Partnergewerkschaften, um Gewerkschaftsmitgliedschaft über die nationalen Grenzen hinaus attraktiv zu machen? Welche Netzwerke gibt es bereits? Welche Initiativen können während und nach der Wahl in einen demokratischen Prozess im EU-Parlament und der EU Kommission DG XII Research + Innovation platziert werden?

Der neue BIWIFO Bundesvorstand und die gemeinsam agierenden Bundesarbeitsgemeinschaften Hochschule und Forschung werden sich mit diesen Fragen beschäftigen. Eure Beiträge und Anregungen sind dabei herzlich willkommen!

Die EU Wahl zu nutzen, um die guten Kräfte zu unterstützen, ist eine demokratische Notwendigkeit! Deshalb geht am Sonntag wählen!  

Andreas Schlossarek